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Freiwilliges Soziales Jahr - FSJ


Wir als gemeinnütziger, privatrechtlicher Verein informieren hier über das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) und andere Freiwilligendienste im In- und Ausland.

Ziele des Freiwilligen Sozialjahres?

Das Freiwilligengesetz ist am 1.6.2012 in Kraft getreten und bildet seither eine rechtliche Grundlage für das seit über 40 Jahren bestehende FSJ in Österreich. Es hat Bildungs-und Berufsorientierungselemente für soziale Berufsfelder (mindestens 150 Stunden pädagogische Betreuung und Begleitung) und andererseits fördert es das freiwillige. Viele Teilnehmer behalten auch nach Abschluss des FSJ eine große Bereitschaft für freiwilliges Engagement.

Motivation für ein Freiwilliges Sozialjahr?

Ein Grund für die Leistung eines Freiwilligen Sozialjahres ist der Wunsch nach sinnvollem Engagement und konkretem sozialen Tun. Junge Menschen können probieren, ob sie für einen Sozialberuf geeignet sind, sie können sich persönlich orientieren und Erfahrungen sammeln. (Über 80% der FSJler beginnen anschließend eine entsprechende Fachausbildung.) Ein FSJ kann helfen, ein Wartejahr auf eine konkrete Ausbildung zu überbrücken.

Stellenbörse Freiwilliges Soziales Jahr (FsJ) in Österreich

Auf unserer Seite können Träger und Einsatzstellen offene Stellen für ein Freiwilliges soziales Jahr (FSJ) anbieten. Interessierte Stellenbewerber erhalten so die Möglichkeit, rasch mit den Trägern in Kontakt zu treten und sich die für sie passende Stelle auszusuchen.

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Bewerbung für das Freiwillige soziale Jahr( FsJ) in Österreich

Sie interessieren Sich für ein Freiwilliges Soziales Jahr, für eine FsJ Stelle? In Österreich oder im Ausland? Hier können Sie Ihr Bewerberprofil online stellen und die Möglichkeit verbessern, den von Ihnen gewünschten Einsatzplatz zu bekommen.

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FSJ

Österreich steht vor der Volksbefragung im Januar 2013 zur Abschaffung der Wehrpflicht. Nach Einführung eines Berufsheeres sollen anstelle der Zivildiener rund 8.000 Sozialprofis deren Aufgaben vor allem im Gesundheitsbereich übernehmen.

Das vom Sozialministerium mit den Trägerorganisationen ausgehandelte Modell für ein freiwilliges soziales Jahr ist eine deutliche Verbesserung zum bisherigen Zivildienst, der ein Ersatzdienst für die zur Disposition stehende Wehrpflicht ist. Mit dem FSJ können die Dienstleistungen auf hohem Niveau aufrecht erhalten werden.

Nach der Umstellung von der Wehrpflicht auf ein Berufsheer – hierzu findet im Januar 2013 eine Volksbefragung statt – werden die "Zivis" durch die FSJler, die Sozialprofis, ersetzt. Haushaltstechnisch ist geplant, dass rund 8.000 Mitarbeiter für diesen Dienst aufgenommen werden könnten. Für das Freiwillige Soziale Jahr kommen Männer und Frauen ab dem 18. Lebensjahr in Frage, die für ihre Leistung 1.386 Euro (brutto, 14- mal im Jahr) erhalten und auch sozialversichert sind.

Die im Rahmen des FSJ erworbenen Qualifikationen kann man zudem für bestimmte Berufe anrechnen lassen, wie auch bei Aufnahmeprüfungen etwa für das Medizinstudium.

Zuständig für den neuen Dienst ist die schon bestehende Zivildienstagentur, von der die Mitarbeiter ausgewählt würden. Nach einer entsprechenden Ausbildung bekämen die Hilfsorganisationen dann qualifizierte Absolventen für die Arbeit in Spitälern, Heimen, Betreuungseinrichtungen und für die Rettungskräfte.

Kosten

Die jährlichen Kosten liegen bei etwa bei 211 Millionen Euro. Das Sozialprofi-Modell übersteigt die Kosten des bisherigen Zivildienstes damit nur geringfügig. Das Hundstorfer- Modell eines Freiwilligen Sozialen Jahres wird von Experten vor allem deshalb positiv angesehen, weil vor allem professionell ausgebildete Mitarbeiter im Gesundheitsbereich in den Betreuungseinrichtungen zum Einsatz kämen. Neben der Professionalisierung haben die karitativen Institutionen durch das soziale Jahr auch eine bessere Planungsübersicht. Die demografische Entwicklung lässt erwarten, dass in den kommenden Jahren die Anzahl der zur Verfügung stehenden Zivildiener immer geringer wird.

Pro FSJ

Die Probleme der Einsatzorganisationen sowie der Betreuung und Pflege von Älteren in der Gesellschaft werden durch das FSJ auf lange Sicht gelöst. Es erfolgt eine faire Bezahlung, es gibt Weiterbildungsmöglichkeiten und Vorteile für den weiteren Lebensweg. Das sind Gründe, die viele Interessierte dazu bewegen könnten, am 20. Januar 2013 für das bezahlte freiwillige soziale Jahr zu stimmen.

Kritik

Die ÖVP kritisierte die Vorschläge zum FSJ in Österreich. Sie seien eine Bankrotterklärung für das freiwillige Engagement. Bei einer Bezahlung von 1.386 Euro 14-mal im Jahr könnte man nicht mehr von Freiwilligkeit sprechen. Außerdem sei nicht nachvollziehbar, warum ein bezahltes Sozialjahr qualifiziertere Personen bringen würde, als es die heutigen Zivildiener sind. Die ÖVP hat ein Fünf- Punkte- Programm zur Verbesserung des Zivildienstes vorgestellt Auch Männer, die die Wehrpflicht bereits abgeleistet haben, und Frauen sollen zum Zivildienst zugelassen werden. Außerdem möchte sie, dass die dort erworbenen Kenntnisse bei gewissen Berufsausbildungen, Aufnahmetests oder Prüfungen angerechnet werden können.

Meinung der Caritas in Österreich

Die Caritas sieht in dem von Sozialminister Rudolf Hundstorfer präsentierten Modell eines bezahlten Sozialjahrs einen "brauchbaren Kompromiss" für den Fall der Abschaffung der Wehrpflicht und damit einhergehend des Zivildienstes. Damit könne ein guter Teil der Lücke, die der Wegfall der Zivildiener bringen würde, ausgeglichen werden, erklärte der Caritas-Präsiden. Allerdings müsse sichergestellt sein, dass Organisationen, die an sozialen Brennpunkten wie bei der Sorge um Obdachlose und Asylwerber tätig sind, nicht in geringerem Ausmaß unterstützt werden als Rettungsorganisationen.

Bei dem "Lohnarbeitsmodell" bestehe zudem die Gefahr, dass "Esprit" verloren geht. Beim generell unentgeltlichen Zivildienst könnten junge Männer nämlich ein beachtliches Maß Zivilcourage und sozialem Bewusstsein entwickeln. Weiter müsse bedacht und umgesetzt werden, dass bezahlte Sozialjahr-Mitarbeiter und Freiwillige in gutem Einvernehmen miteinander arbeiten würden.

Abseits des neuen Lohnmodells wünscht sich die Caritas auch mehr Unterstützung für das bereits bestehende Modell des "Freiwilligen Sozialen Jahres". Dieses diene der Berufs- und Lebensorientierung der Freiwilligen und helfe gleichzeitig bedrängten Menschen. Diese Schiene sollte neben dem neuen Lohnmodell weiter ausgebaut werden. Das "Freiwillige Soziale Jahr" solle etwa für Ausbildungen oder ein Studium anrechenbar werden. Laut Caritas wird sich eine Arbeitsgruppe im Sozialministerium gemeinsam mit den Trägerorganisationen hiermit auseinandersetzen.